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Facharztpraxis · Leverkusen-Schlebusch

Orthopädie & Unfallchirurgie
Dr. Alexander Müller

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie – D-Arzt (DGUV), Handchirurgie und ambulantes OP-Zentrum.

D-Arzt (DGUV) Handchirurgie Spezielle Unfallchirurgie Seit 2018 in Leverkusen
900+ amb. OPs
pro Jahr
🕐 Öffnungszeiten
Montag08–12 Uhr  |  13–16 Uhr
Dienstag08–12 Uhr  |  13–16 Uhr
Mittwoch08–12 Uhr
Donnerstag08–12 Uhr  |  14–17 Uhr
Freitag08–12 Uhr
Sa / SoGeschlossen
Bitte nur nach Terminvereinbarung. Bei Arbeits- und Schulunfällen sind wir auch ohne Termin für Sie da.
📍 Anfahrt
🏥 Dr. med. univ. Alexander Müller
Bergische Landstraße 60
51375 Leverkusen-Schlebusch
🗺 In Google Maps öffnen →
Start  ›  D-Arzt & Unfälle
Konservative Orthopädie · Unfallchirurgie · Säule I

D-Arzt, Arbeits-, Schul- und Wegeunfälle

Nach einem Unfall im Betrieb, auf dem Weg oder in der Schule erfolgt die medizinische Behandlung über die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV). Die Kosten werden komplett von den Berufsgenossenschaften oder Unfallkassen übernommen.

Wir sind D-Arzt-Praxis
Keine Kosten für Sie
Keine Abrechnung über die Krankenkasse. Die Praxis rechnet direkt mit der Unfallkasse oder Berufsgenossenschaft ab – Zuzahlungen entfallen komplett.

1. Der Ablaufprozess – Schritt für Schritt

1
Unfall ereignet sich
Erste Hilfe leisten – danach Eintrag ins Verbandbuch vor Ort.
2
Arztbesuch beim D-Arzt
Wichtig: Beim Arztbesuch auf den Arbeits- oder Schulunfall hinweisen, damit die Abrechnung korrekt über die DGUV läuft.
3
Unfallanzeige erstatten
Durch den Arbeitgeber oder die Schule – nicht durch den Patienten selbst.
🚑
Erstversorgung bei schweren Verletzungen
Bei schweren Verletzungen transportiert der Rettungsdienst direkt in ein geeignetes Krankenhaus.
🩺
Wann muss ein D-Arzt aufgesucht werden?
Wenn die Person über den Unfalltag hinaus arbeits- oder schulunfähig ist oder die Behandlung länger als eine Woche dauert.
👁️
Augen- und HNO-Verletzungen
Bei reinen Augen- oder HNO-Verletzungen kann direkt der entsprechende Facharzt aufgesucht werden.

2. Pflichten zur Meldung und Dokumentation

📋
Verbandbuch
Jede noch so kleine Verletzung muss im Betrieb oder der Schule dokumentiert werden, um Spätfolgen abzusichern.
🏭
Meldepflicht Arbeit
Der Arbeitgeber muss den Unfall innerhalb von 3 Tagen melden, wenn die Arbeitsunfähigkeit länger als 3 Kalendertage dauert.
🏫
Meldepflicht Schule / Kita
In der Schüler-Unfallversicherung muss jeder Unfall gemeldet werden, der eine ärztliche Behandlung nach sich zieht.

3. Die drei Unfallarten im Vergleich

Arbeitsunfall
Unfall während der versicherten beruflichen Tätigkeit.
Träger
Berufsgenossenschaft (BG)
Wegeunfall
Unfall auf dem direkten Weg zwischen Wohnung und Arbeits- oder Schulort.
Träger
Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse
Schulunfall
Unfall während des Unterrichts, der Pausen oder offizieller Schulveranstaltungen.
Träger
Regionale Unfallkasse (UK)
Sie hatten einen Unfall?
Als zugelassene D-Arzt-Praxis übernehmen wir die Erstversorgung und Weiterbehandlung direkt über die DGUV – kommen Sie einfach zu uns.
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Start  ›  Konservative Orthopädie
Diagnostik & Therapie · Säule I

Konservative Orthopädie

Bevor wir behandeln, verstehen wir. Eine gute Therapie beginnt immer mit einer sorgfältigen Diagnose – denn nur wer die Ursache eines Problems kennt, kann es wirklich beheben.

5
Diagnostik-
verfahren
6
Therapie-
optionen

Moderne Diagnostik – damit wir wissen, was Ihnen wirklich fehlt

🤝
Klinische Untersuchung
Am Anfang steht immer das persönliche Gespräch und die körperliche Untersuchung. Ich höre Ihnen zu: Wie hat der Schmerz begonnen? Wo genau tut es weh? Was macht es besser, was schlimmer? Anschließend untersuche ich Ihren Bewegungsapparat gezielt – Gelenke, Muskeln, Sehnen, Wirbelsäule. Viele Diagnosen lassen sich bereits durch eine erfahrene klinische Untersuchung stellen oder eingrenzen. Die Technik unterstützt uns – ersetzt das ärztliche Gespräch aber nie.
☢️
Digitales Röntgen (volldigital)
Unser Röntgensystem arbeitet vollständig digital – weniger Strahlenbelastung, sofortige Bildverfügbarkeit und deutlich bessere Bildqualität. Ich kann die Aufnahmen direkt am Bildschirm vergrößern, anpassen und mit Ihnen gemeinsam besprechen. Unverzichtbar bei Verdacht auf Knochenbrüche, Gelenkverschleiß (Arthrose), Fehlstellungen oder Wirbelsäulenveränderungen.
🔄
Dynamische Röntgenuntersuchung im C-Bogen
Manche Verletzungen oder Instabilitäten zeigen sich erst in Bewegung – auf einem statischen Röntgenbild bleiben sie unsichtbar. Mit dem mobilen C-Bogen können wir Gelenke und Wirbelsäule in Echtzeit und in verschiedenen Stellungen darstellen. Besonders wertvoll bei Bandinstabilitäten, unklaren Schmerzen nach Unfällen oder vor geplanten Eingriffen.
🔊
Ultraschall (Sonographie)
Schnell, schonend, strahlenfrei – und in der Orthopädie unentbehrlich. Ich setze den Ultraschall ein, um Sehnen, Muskeln, Schleimbeutel, Bänder und Weichteile direkt zu beurteilen. Häufige Einsatzgebiete: Schulterprobleme (Rotatorenmanschette), Kniebeschwerden, Entzündungen, Gelenkergüsse oder Sehnenrisse. Oft unmittelbar in der Sprechstunde durchführbar – ohne Wartezeit.
🧪
Labordiagnostik
Blutuntersuchungen liefern wichtige Hinweise auf entzündliche Erkrankungen, Stoffwechselstörungen oder systemische Ursachen von Gelenkbeschwerden – zum Beispiel bei rheumatischen Erkrankungen, Gicht oder Infektionen. In unserer Praxis können wir gezielt Laborparameter anfordern und die Ergebnisse in den Gesamtbefund einordnen. So übersehen wir nichts.

Konservative Behandlung – wirksam, schonend, ohne Operation

Nicht jedes Problem braucht eine Operation. In vielen Fällen lassen sich sehr gute Ergebnisse durch nicht-operative Behandlungen erzielen. Ich schöpfe alle sinnvollen Möglichkeiten konsequent aus, bevor ein Eingriff in Betracht gezogen wird.

💉
Hyaluronsäure-Infiltration
Hyaluronsäure ist ein körpereigener Stoff, der als „Gelenkschmiere" wirkt. Bei Arthrose nimmt Menge und Qualität der Gelenkflüssigkeit ab. Durch gezielte Injektionen direkt ins Gelenk wird die Gleitfähigkeit verbessert, Entzündungsreize reduziert und der Knorpel geschützt. Besonders bewährt bei Knie-, Hüft- und Schulterarthrose.
⚕️
Kortison-Infiltration
Ein starkes entzündungshemmendes Medikament, das bei akuten Entzündungsschüben gezielt und lokal eingesetzt wird – schnell und effektiv, ohne systemische Nebenwirkungen einer Dauereinnahme. Eingesetzt bei Arthritisschüben, Schleimbeutelentzündungen, Sehnenreizungen. In der Regel sonographisch gesteuert für maximale Präzision.
Stoßwellentherapie (ESWT)
Hochenergetische Schallwellen werden gezielt auf das Schmerzgebiet gerichtet und regen Durchblutung sowie körpereigene Heilungsprozesse an. Bewährt bei Fersensporn, Kalkschulter, Tennisellenbogen und Achillessehnenprobleme. Keine Narkose, keine Ausfallzeiten – direkt in der Praxis.
🏃
Krankengymnastik & Physiotherapie
Bewegung ist Medizin. Gezielte Krankengymnastik stärkt die Muskulatur, verbessert die Koordination und entlastet betroffene Strukturen. Ich verordne Physiotherapie individuell abgestimmt – ob nach Sportverletzung, bei Wirbelsäulenproblemen, nach Unfall oder bei Arthrose. Auf Wunsch empfehle ich erfahrene Physiotherapeuten in Ihrer Nähe.
💊
Medikamentöse Therapie
Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente als kurzfristige Soforthilfe oder begleitende Maßnahme. Ich wähle das geeignete Präparat sorgfältig aus – mit Blick auf Ihre Vorgeschichte, Begleiterkrankungen und andere Medikamente. Neben klassischen NSAR kommen auch gelenkprotektive Nahrungsergänzungsmittel, Muskelrelaxantien oder topische Präparate in Betracht.
👨‍⚕️
Mein Versprechen an Sie
Als Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie ist es mir wichtig, dass Sie sich in meiner Praxis gut aufgehoben fühlen – nicht nur als Patient, sondern als Mensch. Ich nehme mir die Zeit, Befunde verständlich zu erklären, Behandlungsoptionen offen abzuwägen und gemeinsam mit Ihnen den besten Weg zu finden. Moderne Medizin und persönliche Zuwendung schließen sich nicht aus – bei mir gehören sie zusammen.
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Start  ›  Ambulante Operationen
Ambulantes OP-Zentrum
Ambulante Operationen

Bis zu 900 ambulante Operationen pro Jahr – schonend, wohnortnah, modernste Ausstattung. Sie kommen morgens, sind abends wieder zuhause.

Leistungsspektrum
Morbus Dupuytren
Mehr →
☝️
Schnellender Finger
Mehr →
🤚
Karpaltunnelsyndrom
Mehr →
🩹
Handgelenksfraktur
Mehr →
⚕️
Ganglion (Hand & Fuß)
Mehr →
🦶
Hallux valgus & Krallenzehen
Mehr →
💪
Impingement & Kalkschulter
Mehr →
👍
Sattelgelenk-Endoprothese
Mehr →
🩺
Eingewachsener Zehennagel
Mehr →
Start  ›  Häufige Krankheitsbilder
Häufige Krankheitsbilder

Alle Erkrankungen, die wir in unserer Praxis behandeln – verständlich erklärt.

Hand
Morbus Dupuytren
Bindegewebserkrankung der Hohlhand mit Fingerbeugung.
Mehr erfahren →
Hand
Schnellender Finger
Schnappendes Einrasten der Sehne – ambulant sehr gut behandelbar.
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Hand
Karpaltunnelsyndrom
Kribbeln & Taubheit durch eingeklemmten Mittelnerv.
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Hand & Handgelenk
Handgelenksfraktur
Einer der häufigsten Knochenbrüche – konservativ oder operativ.
Mehr erfahren →
Hand & Fuß
Ganglion
Gutartige Überbeine – ambulante Entfernung in lokaler Betäubung.
Mehr erfahren →
Fuß
Hallux valgus & Krallenzehen
Vorfußfehlstellungen – konservativ oder operativ korrigierbar.
Mehr erfahren →
Schulter
Impingement & Kalkschulter
Schulterschmerzen – Stoßwelle als wirksame Therapie.
Mehr erfahren →
Daumensattelgelenk
Rhizarthrose & Sattelgelenkprothese
Arthrose des Daumensattelgelenks – konservativ bis zur Prothese.
Mehr erfahren →
Fuß
Eingewachsener Zehennagel
Emmert-Plastik oder Phenolisation – dauerhaft beschwerdefrei.
Mehr erfahren →
Dr. med. univ. Alexander Müller
Dr. med. univ. Alexander Müller
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Spezielle Unfallchirurgie
D-Arzt (DGUV) Spezielle Unfallchirurgie Handchirurgie Seit 2018 in Leverkusen
Curriculum vitae
Studium der Medizin an der Alma Mater Rudolfina in Wien sowie an der Auenbrugge Medizinuniversität in Graz (ehem. Karl-Franzens-Universität in Graz)
2007
Promotion
2007 – 2011
Assistenzarzt an den Kliniken für Herz- und Thoraxchirurgie (Prof. Dr. H. Jakob) sowie für Unfallchirurgie (Prof. Dr. D. Nast-Kolb) der Universitätsklinik Essen
2011 – 2014
Assistenzarzt an der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie der Universitätsklinik Köln (Prof. Dr. P. Eysel) mit Schwerpunkt auf degenerativen und traumatischen Wirbelsäulenerkrankungen
2014
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
2014 – 2015
Facharzt im Marienkrankenhaus Ratingen (Dr. R. Schekelmann)
2015 – 2017
Oberarzt im Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen (PD Dr. M. Tezval). Zentrumskoordinator des regionalen Traumazentrums. Umfangreiche operative Tätigkeit mit Schwerpunkt Becken- und Achsskelett sowie Handchirurgie.
2017
Zusatzweiterbildung Spezielle Unfallchirurgie
Seit 2018
Niederlassung als Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie in Leverkusen
Start  ›  Krankheitsbilder  ›  Morbus Dupuytren
Handchirurgie · Krankheitsbild

Morbus Dupuytren

Wenn die Hand sich nicht mehr strecken lässt – eine gutartige Erkrankung des Bindegewebes der Handinnenfläche, die operativ sehr gut behandelbar ist.

Operationssaal der Praxis Dr. Müller
📍
Häufig betroffen
Ring- & Kleinfinger
Behandlung
Ambulant operierbar
🧬
Ursache
Genetisch & multifaktoriell

Was ist Morbus Dupuytren?

Der Morbus Dupuytren ist eine gutartige Erkrankung des Bindegewebes der Handinnenfläche. Im Verlauf kommt es zu einer zunehmenden Verhärtung und Schrumpfung der sogenannten Palmaraponeurose – einer Bindegewebsverstärkung der Handfläche –, was zu einer Beugekontraktur (einer Beugefehlstellung) einzelner Finger führen kann.

Häufig sind der Ring- und Kleinfinger betroffen. Die Erkrankung ist zwar schmerzlos, kann aber die Handfunktion erheblich einschränken.

Morbus Dupuytren schreitet langsam voran – je früher die Diagnose gestellt wird, desto gezielter kann die Therapie erfolgen.

Ursachen & Risikofaktoren

Die genauen Ursachen sind bis heute nicht abschließend geklärt. Vermutet wird eine genetische Veranlagung, da die Erkrankung familiär gehäuft auftritt. Weitere Risikofaktoren umfassen:

  • Männliches Geschlecht, vor allem ab dem 50. Lebensjahr
  • Diabetes mellitus
  • Alkohol- und Nikotinkonsum
  • Epilepsie oder Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Antikonvulsiva)

Krankheitsverlauf

Morbus Dupuytren verläuft meist langsam über Jahre. Anfangs zeigt sich eine Knotenbildung in der Hohlhand, gefolgt von strangartigen Einziehungen, die sich in Richtung der betroffenen Finger ziehen. Mit der Zeit kann es zu einer dauerhaften Beugestellung kommen, die sich nicht mehr aktiv oder passiv strecken lässt.

Therapie – abgestimmt auf das Stadium

Frühes Stadium
Beobachten & Kontrollieren
Ohne Funktionseinschränkung ist häufig keine sofortige Therapie notwendig. In ausgewählten Fällen kann eine Injektionstherapie mit Kollagenase erwogen werden.
Fortgeschrittenes Stadium
Operation (Fasziektomie)
Bei Beugekontraktur > 20–30° (Tubiana-Stadium II oder höher) ist ein operatives Vorgehen angezeigt, um die Fingerstreckung dauerhaft wiederherzustellen.

Die Operation

Die operative Behandlung erfolgt in Form einer partiellen Fasziektomie: Die erkrankten Bindegewebsstränge werden mikrochirurgisch entfernt. Ziel ist die Wiederherstellung der Fingerstreckung und eine dauerhafte Verbesserung der Handfunktion.

Je nach Befund kann der Eingriff ambulant in unserem OP-Zentrum durchgeführt werden.

Nachbehandlung

Eine konsequente Nachbehandlung ist entscheidend für ein gutes Langzeitergebnis:

1
Frühfunktionelle NachbehandlungGezielte Bewegungsübungen zur Erhaltung der wiedergewonnenen Streckfähigkeit.
2
Ergotherapie / HandtherapieProfessionelle Begleitung für eine optimale Funktionserholung.
3
NarbenpflegeRegelmäßige Pflege und ggf. temporäre Schienenversorgung zur Narbenprophylaxe.

Rückfälle sind möglich, insbesondere bei ausgeprägter familiärer Belastung, können durch konsequente Nachsorge aber minimiert werden.

Fazit

Morbus Dupuytren ist eine häufige, gutartige Erkrankung der Hohlhandfaszie mit möglicher Funktionseinschränkung der Finger. Je früher die Diagnose gestellt und der Verlauf beobachtet wird, desto gezielter kann die Therapie erfolgen – bis hin zur erfolgreichen operativen Behandlung mit Wiederherstellung der Beweglichkeit.

Start  ›  Krankheitsbilder  ›  Schnellender Finger
Handchirurgie · Krankheitsbild

Schnellender Finger
Tendovaginitis stenosans

Ein Finger schnappt, rastet ein oder lässt sich nicht mehr strecken – ein kleiner ambulanter Eingriff schafft in den meisten Fällen dauerhaft Abhilfe.

Operationssaal der Praxis Dr. Müller
📌
Häufig betroffen
Daumen, Mittel-, Ringfinger
Eingriff
Ambulant, Lokalanästhesie
Erholung
Rasche Beweglichkeit

Was ist ein schnellender Finger?

Der schnellende Finger – medizinisch als Tendovaginitis stenosans bezeichnet – ist eine häufige Erkrankung der Hand, bei der ein Finger ruckartig schnappt oder blockiert, wenn man ihn beugt oder streckt. In manchen Fällen lässt er sich gar nicht mehr selbstständig strecken und muss mit der anderen Hand wieder gerade gezogen werden.

Besonders häufig betroffen sind der Daumen, der Mittel- und der Ringfinger.

Wie entsteht diese Erkrankung?

Jeder Finger wird von einer Sehne bewegt, die durch einen engen Kanal – das sogenannte Ringband – verläuft. Bei einem schnellenden Finger kommt es zu einer Verdickung der Sehnenscheide oder der Sehne selbst, sodass die Sehne nicht mehr reibungslos durch diesen Kanal gleitet.

Die Sehne verhakt sich beim Beugen oder Strecken und springt dann mit einem spürbaren Ruck über das Hindernis – ähnlich wie eine Saite, die über einen Knoten schnappt.

Begünstigende Faktoren sind unter anderem:

  • Wiederholte, einseitige Belastungen der Hand (z. B. handwerkliche Tätigkeiten, Sport)
  • Diabetes mellitus oder rheumatische Erkrankungen
  • Entzündliche Veränderungen der Sehnenscheide

Typische Beschwerden

Frühstadium: Druckschmerz an der Fingerwurzel auf der Handinnenseite.
Mittleres Stadium: Charakteristisches Schnappen oder Einrasten des Fingers – oft besonders morgens nach dem Aufwachen ausgeprägt.
Fortgeschrittenes Stadium: Finger steckt in gebeugter Stellung fest und lässt sich weder aktiv strecken noch beugen.

Diagnose

Die Diagnose lässt sich in den meisten Fällen durch eine gründliche körperliche Untersuchung stellen: Abtasten der Sehnenscheide, Prüfung der Beweglichkeit jedes Fingers und Beurteilung typischer Greifbewegungen. Bildgebende Verfahren wie Röntgen oder Ultraschall sind nur in Ausnahmefällen erforderlich.

Behandlungsmöglichkeiten

Konservative Therapie
Schonung & Kortison
Im frühen Stadium helfen oft vorübergehende Schonung und entzündungshemmende Medikamente. Eine gezielte Kortisoninjektion in die Sehnenscheide kann die Entzündung wirksam lindern.
Operative Therapie
Ringband-Spaltung
Bei anhaltenden Beschwerden nach 4–6 Wochen, dauerhaftem Feststecken oder unmöglicher Beugung: ambulante Spaltung des Ringbandes unter Lokalanästhesie – mit sehr guten Ergebnissen und kurzer Erholungszeit.

Die Beweglichkeit des Fingers ist nach der Operation in der Regel rasch wiederhergestellt.

💬

Mein Rat an Sie

Warten Sie nicht zu lange mit dem Arztbesuch. Je früher wir die Erkrankung behandeln, desto besser sind die Chancen, ohne Operation auszukommen. Wenn Sie morgens ein Schnappen oder ein Blockieren Ihrer Finger bemerken, stehe ich Ihnen gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

Zusammenfassung

Der schnellende Finger ist eine häufige, gut behandelbare Erkrankung der Hand. Im Frühstadium reicht oft eine konservative Therapie. Sollten die Beschwerden anhalten, ist die ambulante Ringband-Spaltung ein kleiner Eingriff mit sehr guten Langzeitergebnissen – und rascher Rückkehr zur vollen Handfunktion.

Start  ›  Krankheitsbilder  ›  Karpaltunnelsyndrom
Handchirurgie · Krankheitsbild

Karpaltunnelsyndrom

Kribbeln, Taubheit, Schmerzen in der Hand – besonders nachts. Der eingeklemmte Mittelnerv am Handgelenk lässt sich mit einem kleinen ambulanten Eingriff dauerhaft befreien.

Behandlungsraum der Praxis Dr. Müller
📌
Häufig betroffen
Daumen, Zeige-, Mittelfinger
Eingriff
20–30 Min., ambulant
🧬
Besonderheit
Amyloidose-Früherkennung

Was ist das Karpaltunnelsyndrom?

Das Karpaltunnelsyndrom ist eine der häufigsten Erkrankungen der Hand. Es entsteht, wenn der Nervus medianus (Mittelnerv) am Handgelenk eingeengt wird. Dieser Nerv verläuft durch einen engen Kanal aus Knochen und Bändern – den sogenannten Karpaltunnel. Wird er dauerhaft gedrückt, sendet er Warnsignale in die Hand.

Was spüren Sie?

👋
Kribbeln & TaubheitVor allem Daumen, Zeige- und Mittelfinger – typischerweise nachts.
🌙
Nächtliche BeschwerdenSchmerzen, die Sie aus dem Schlaf wecken. Schütteln der Hand bringt kurze Erleichterung.
KraftverlustDie Hand wird schwächer – feine Tätigkeiten wie Knöpfe schließen fallen zunehmend schwer.
Fortgeschrittenes StadiumAnhaltende Taubheit und Muskelschwund am Daumenballen – eine Operation ist dann dringend angeraten.

Wie stellen wir die Diagnose?

Ich untersuche Ihre Hand klinisch und führe gezielte Tests durch. Zusätzlich messen wir die Nervenleitgeschwindigkeit – so lässt sich genau bestimmen, wie stark der Nerv beeinträchtigt ist. Ich werde Sie außerdem nach weiteren Erkrankungen befragen, die ein Karpaltunnelsyndrom begünstigen können.

Wichtiger Hinweis: Amyloidose-Früherkennung

🔍 Auf dem Radar behalten

Ein Karpaltunnelsyndrom kann manchmal ein erstes Zeichen einer seltenen Stoffwechselerkrankung sein – der Amyloidose. Dabei lagern sich bestimmte Eiweißstoffe in Geweben und Organen ab. Diese Erkrankung bleibt oft lange unerkannt. Bei bestimmten Hinweisen – zum Beispiel wenn beide Hände betroffen sind oder Sie älter als 60 Jahre sind – suche ich gezielt danach. Je früher eine Amyloidose erkannt wird, desto besser lässt sie sich behandeln. Falls nötig, veranlasse ich entsprechende Untersuchungen.

Behandlungsmöglichkeiten

Konservative Therapie
Schiene & Kortison
Im Frühstadium hilft oft eine Schiene, die das Handgelenk nachts entlastet. Eine gezielte Kortisoninjektion kann die Entzündung lindern – behebt den Engpass jedoch nicht dauerhaft.
Operative Therapie
Karpaltunnel-Spaltung
Bei anhaltenden Beschwerden oder dauerhafter Nervenschädigung: Durchtrennung des einengenden Bandes – der Nerv bekommt wieder Platz. Ambulant, kleiner Schnitt, sehr gute Langzeitergebnisse.

Die Operation – offene Technik

Ich bevorzuge die offene Technik mit einem kleinen Schnitt von etwa 2–3 cm an der Handinnenfläche. Diese Methode ist erprobt, sicher und gibt mir direkte Sicht auf den Nerv.

1
Ambulanter Eingriff unter LokalanästhesieKein stationärer Aufenthalt notwendig. Der Eingriff dauert ca. 20–30 Minuten.
2
Durchtrennung des KarpalbandesDer Nerv wird dauerhaft entlastet – die Ursache des Engpasses wird beseitigt.
3
Gewebeprobe auf AmyloidoseGleichzeitig kann eine kleine Gewebeprobe entnommen und auf Amyloidose untersucht werden.
4
Rasche ErholungDie meisten Patienten sind nach wenigen Wochen wieder voll einsatzfähig.

Je früher wir behandeln, desto besser erholt sich der Nerv – und desto vollständiger kehrt die Gefühlsempfindung zurück.

💬

Mein Rat an Sie

Warten Sie nicht zu lange. Je früher wir behandeln, desto besser erholt sich der Nerv. Und sollte hinter Ihrem Karpaltunnelsyndrom eine andere Erkrankung stecken, finden wir sie gemeinsam – rechtzeitig.

Zusammenfassung

Das Karpaltunnelsyndrom ist häufig, gut erkennbar und ausgezeichnet behandelbar. Im Frühstadium helfen konservative Maßnahmen. Spätestens wenn der Nerv dauerhaft geschädigt droht, ist die ambulante Operation der richtige Schritt – mit sicherer Technik, kurzer Erholungszeit und der Möglichkeit, gleichzeitig seltene Begleiterkrankungen auszuschließen.

Start  ›  Krankheitsbilder  ›  Handgelenksfraktur
Unfallchirurgie · D-Arzt · Krankheitsbild

Handgelenksfraktur

Einer der häufigsten Knochenbrüche überhaupt – richtig behandelt heilt er in den meisten Fällen vollständig aus. Konservativ oder operativ: Wir entscheiden gemeinsam mit Ihnen.

Operationssaal der Praxis Dr. Müller
📊
Häufigkeit
15–20 % aller Frakturen
🦴
Häufigster Typ
Distale Radiusfraktur
⚕️
D-Arzt-Verfahren
DGUV anerkannt
⏱️
OP-Dauer (wenn nötig)
ca. 45–60 Minuten

Was ist eine Handgelenksfraktur?

Eine Handgelenksfraktur ist ein Knochenbruch im Bereich des Handgelenks. Am häufigsten bricht dabei der untere Abschnitt der Speiche (Radius), weshalb Mediziner von einer distalen Radiusfraktur sprechen. Sie zählt zu den häufigsten Knochenbrüchen überhaupt und betrifft Menschen jeden Alters.

🧒
Jüngere PatientenMeist bei Sportunfällen oder Stürzen mit hoher Energie.
👴
Ältere PatientenOft bereits beim einfachen Sturz auf die ausgestreckte Hand – begünstigt durch Osteoporose.
🦷
Kahnbeinbruch (Skaphoid)Seltener, wird im Röntgenbild manchmal übersehen – erfordert besondere diagnostische Sorgfalt.
📋
15–20 % aller FrakturenHandgelenksfrakturen gehören zu den am häufigsten behandelten Knochenbrüchen.

Typische Beschwerden

Nach einem Sturz oder Unfall geben folgende Zeichen einen deutlichen Hinweis auf eine Fraktur – suchen Sie dann möglichst rasch eine Notaufnahme oder unsere Praxis auf:

  • Starke, sofortige Schmerzen im Handgelenk
  • Rasch zunehmende Schwellung und Bluterguss
  • Sichtbare Fehlstellung oder Verformung des Handgelenks
  • Eingeschränkte oder schmerzhafte Beweglichkeit von Hand und Fingern
  • Taubheitsgefühl oder Kribbeln in Fingern (Hinweis auf betroffene Nerven oder Gefäße)

Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung ist entscheidend für ein gutes Ausheilungsergebnis. Kommen Sie rasch – wir sind auch im D-Arzt-Verfahren für Arbeitsunfälle zugelassen.

Wie wird die Fraktur diagnostiziert?

Zunächst untersuchen wir das Handgelenk gründlich körperlich – Druckschmerz, Beweglichkeit sowie Durchblutung und Gefühl in den Fingern werden geprüft. Die Basisdiagnostik erfolgt per Röntgenaufnahme in zwei Ebenen.

Bei Verdacht auf einen Kahnbeinbruch oder unklarem Röntgenbefund setzen wir ergänzend eine Computertomographie (CT) oder MRT ein. Diese Verfahren zeigen auch feine Risse und Knorpelschäden, die auf dem Röntgenbild unsichtbar bleiben.

Behandlungsmöglichkeiten

Die Entscheidung – konservativ oder operativ – hängt von Lage der Bruchlinie, Verschiebung der Bruchenden, Stabilität und Ihrem persönlichen Aktivitätsniveau ab. Wir besprechen diese Entscheidung stets gemeinsam mit Ihnen.

Konservative Behandlung
Ohne Operation
Wenn der Knochen stabil liegt und die Bruchenden nicht wesentlich verschoben sind – ggf. nach kurzer Einrichtung unter örtlicher Betäubung.
  • Gips- oder Schienenruhigstellung 4–6 Wochen
  • Röntgenkontrollen nach 1 und 2 Wochen
  • Anschließend gezielte Physiotherapie
  • Bewährt bei stabilen, unkomplizierten Brüchen
Operative Behandlung
Plattenosteosynthese
Bei stark verschobenem, instabilem oder gesplittertem Bruch: Fixierung mit winkelstabiler Titanplatte und Schrauben. Ca. 45–60 Min., ambulant oder kurz stationär.
  • Exakte anatomische Wiederherstellung
  • Frühere Mobilisation – oft nach wenigen Tagen
  • Titanplatte verbleibt dauerhaft, gut verträglich
  • Ideal bei komplexen, verschobenen Frakturen

Heilung & Rehabilitation

Woche
1–2
AkutphaseRuhigstellung, Abschwellung, Schmerzkontrolle. Regelmäßige Röntgenkontrollen zur Lagekontrolle der Bruchenden.
Woche
3–6
KonsolidierungsphaseDer Knochen verbindet sich. Konservativ: Weiterführung der Ruhigstellung. Operativ: erste angeleitete Bewegungen.
Ab Woche
5–7
PhysiotherapieGezielte Übungen zur Wiederherstellung von Beweglichkeit, Kraft und Koordination – entscheidend für das Langzeitergebnis.
Monat
3–4
VollbelastungSchrittweise Rückkehr zu Sport und voller Alltagsbelastung. Vollständige Ausheilung: 3–6 Monate je nach Frakturtyp.

Viele Patienten unterschätzen, wie wichtig konsequente physiotherapeutische Übungen sind. Beginnen Sie frühzeitig – das macht den größten Unterschied für Ihre langfristige Beweglichkeit.

Was können Sie erwarten?

Die überwiegende Mehrheit der Patienten erreicht nach einer Handgelenksfraktur wieder eine vollständige oder nahezu vollständige Funktion. Bei einfachen Brüchen sind die Ergebnisse in der Regel ausgezeichnet. Bei sehr komplexen Frakturen kann eine geringe Bewegungseinschränkung verbleiben – dies ist jedoch die Ausnahme. Wichtig: Nehmen Sie alle Kontrolltermine wahr und nehmen Sie die Physiotherapie ernst. Bei Fragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Zusammenfassung

Die Handgelenksfraktur ist eine häufige Verletzung, die bei richtiger Behandlung in den meisten Fällen vollständig ausheilt. Ob konservativ mit Gips oder operativ mit Titanplatte – wir wählen gemeinsam mit Ihnen die optimale Therapie. Als D-Arzt sind wir auch bei Arbeitsunfällen Ihr direkter Ansprechpartner.

Start  ›  Krankheitsbilder  ›  Ganglion
Hand- & Fußchirurgie · Krankheitsbild

Ganglion an Hand und Fuß

Eine gutartige, flüssigkeitsgefüllte Zyste am Gelenk – im Volksmund „Überbein" genannt. Meist harmlos, aber ärztlich abklärungswürdig.

Operationssaal der Praxis Dr. Müller
📍
Häufige Lage
Handgelenk, Finger, Fußrücken
Verlauf
Gutartig, oft beschwerdefrei
⚕️
Behandlung
Ambulant, lokal betäubt

Was steckt dahinter?

Ein Ganglion, im Volksmund oft „Überbein" genannt, ist eine gutartige, mit gallertartiger Flüssigkeit gefüllte Zyste, die sich am häufigsten am Handgelenk, an den Fingern oder am Fuß bildet.

Viele Patientinnen und Patienten erschrecken zunächst, wenn sie eine solche Schwellung bei sich entdecken – die gute Nachricht: Ganglien sind harmlos und entwickeln sich praktisch nie zu einem bösartigen Tumor.

⚕ Zur Sicherheit abgegrenzt

Differentialdiagnostisch sind ein Riesenzelltumor oder ein Synovialkarzinom in Erwägung zu ziehen – beides seltene, aber wichtige Abgrenzungen, die wir bei der Untersuchung im Blick haben.

Wie entsteht ein Ganglion?

Ganglien gehen meist von Gelenkkapseln oder Sehnenscheiden aus. Durch eine Schwachstelle in diesem Gewebe tritt Gelenkflüssigkeit aus und sammelt sich in einer Art Blase an. Warum genau es dazu kommt, ist nicht vollständig geklärt.

🔁
Wiederholte Überlastung des Gelenks
🩹
Kleinere, oft unbemerkte Verletzungen
🧬
Angeborene Bindegewebsschwäche

Auch ohne erkennbaren Auslöser können Ganglien auftreten – Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer.

Welche Beschwerden verursacht ein Ganglion?

Typisch ist eine prall-elastische, meist gut abgrenzbare Schwellung unter der Haut, die sich in Größe verändern kann. Viele Ganglien bereiten überhaupt keine Schmerzen und fallen nur optisch auf. Andere können bei Druck oder Bewegung unangenehm sein – vor allem dann, wenn sie auf einen Nerv drücken oder die Beweglichkeit eines Gelenks einschränken.

Handgelenk
Häufige Lokalisation
Meist am Handrücken oder an der Handinnenfläche.
Fuß
Häufige Lokalisation
Häufig am Fußrücken sichtbar und tastbar.

Wie wird die Diagnose gestellt?

In der Regel reicht bereits die klinische Untersuchung aus, um ein Ganglion zu erkennen. Bei Unsicherheiten oder zur genaueren Planung einer Behandlung kann eine Ultraschalluntersuchung sinnvoll sein – sie zeigt zuverlässig, ob es sich tatsächlich um eine flüssigkeitsgefüllte Zyste handelt und nicht um eine andere Veränderung.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Nicht jedes Ganglion muss behandelt werden. Bereitet es keine Beschwerden, ist häufig ein abwartendes Vorgehen mit regelmäßiger Kontrolle völlig ausreichend – manche Ganglien bilden sich von selbst wieder zurück.

Ohne Beschwerden
Abwartende Kontrolle
Regelmäßige Verlaufskontrolle. Manche Ganglien bilden sich von selbst zurück – keine Behandlung notwendig.
Bei Beschwerden
Operative Entfernung
Vollständige Entfernung mit Stiel – deutlich geringere Rückfallwahrscheinlichkeit. Meist ambulant, oft in örtlicher Betäubung, in der Regel unkompliziert.
⚕ Wichtig bei der Operation

Eine histologische Abklärung des entfernten Gewebes ist wichtig zur sicheren Abgrenzung der Differentialdiagnosen Riesenzelltumor und Synovialkarzinom.

Welche Methode im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von Lage, Größe und individuellen Beschwerden ab. Das besprechen wir gerne gemeinsam mit Ihnen in einem persönlichen Beratungsgespräch.

Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?

  • Die Schwellung wächst schnell
  • Die Schwellung ist schmerzhaft
  • Die Beweglichkeit des Gelenks ist eingeschränkt
  • Kribbeln oder Taubheitsgefühl tritt auf

So lässt sich sicher ausschließen, dass eine andere Ursache hinter der Veränderung steckt – und die passende Behandlung kann frühzeitig eingeleitet werden.

💬

Unsicher, ob es ein Ganglion ist?

Möchten Sie wissen, ob Ihre Schwellung tatsächlich ein Ganglion ist? Vereinbaren Sie gerne einen Termin in unserer Praxis – wir beraten Sie individuell und finden gemeinsam die beste Lösung für Sie.

Zusammenfassung

Ein Ganglion ist eine harmlose, flüssigkeitsgefüllte Zyste, die an Hand oder Fuß auftreten kann. Ohne Beschwerden ist häufig keine Behandlung nötig. Bei Beschwerden bietet die ambulante operative Entfernung eine sichere und zuverlässige Lösung – inklusive histologischer Abklärung zur Sicherheit.

Start  ›  Krankheitsbilder  ›  Hallux valgus & Krallenzehen
Fußchirurgie · Krankheitsbild

Hallux valgus, Krallenzehen & Hammerzehen

Schmerzen und Fehlstellungen am Vorfuß gehören zu den häufigsten Gründen für orthopädische Hilfe – und sind in aller Regel gut behandelbar.

Behandlungsraum der Praxis Dr. Müller
👣
Betroffen
Großzehe & kleine Zehen
Geschlecht
Frauen deutlich häufiger
⚕️
Behandlung
Konservativ oder operativ

Was ist ein Hallux valgus?

Der Hallux valgus, im Volksmund oft „Ballenzeh" genannt, ist eine Fehlstellung der Großzehe. Dabei weicht die Großzehe im Grundgelenk nach außen, in Richtung der kleinen Zehen, ab. Gleichzeitig wandert der erste Mittelfußknochen nach innen, sodass sich an der Innenseite des Fußes eine sicht- und tastbare knöcherne Vorwölbung bildet.

💡 Diese Vorwölbung entsteht nicht durch zusätzliches Knochenwachstum, sondern durch die veränderte Stellung des Gelenks selbst.

Ursachen

Die Ursachen sind meist vielschichtig:

🧬
Erbliche VeranlagungSpielt häufig eine zentrale Rolle.
🦴
BindegewebsschwächeFührt zu einer Lockerung der Bänder im Vorfuß.
👣
SpreizfußBegünstigt die Entstehung zusätzlich.
👠
SchuhwerkKeine alleinige Ursache, kann Veranlagung aber verstärken.

Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer.

Typische Beschwerden

  • Druckschmerzen über dem Ballen
  • Rötungen und Schwellungen
  • Gelegentlich ein schmerzhafter Schleimbeutel über der knöchernen Vorwölbung
  • Im fortgeschrittenen Stadium: Großzehe unter- oder überlagert die zweite Zehe

Diagnose

Die Diagnose erfolgt durch klinische Untersuchung im Stehen und Sitzen, Prüfung der Beweglichkeit sowie Beurteilung, ob die Fehlstellung noch passiv ausgleichbar oder bereits fixiert ist. Ergänzend wird in der Regel eine Röntgenaufnahme des Fußes im Stehen angefertigt, um das Ausmaß exakt zu vermessen.

Behandlungsmöglichkeiten

Frühes Stadium
Konservative Maßnahmen
Lindern Beschwerden und verzögern das Fortschreiten – machen eine bereits bestehende knöcherne Fehlstellung aber nicht rückgängig.
  • Bequemes, ausreichend weites Schuhwerk
  • Druckentlastende Polster oder Schienen
  • Einlagen zur Unterstützung des Quergewölbes
  • Gezielte Fußgymnastik
Fortgeschritten
Operative Korrektur
Je nach Schweregrad wird der Mittelfußknochen durchtrennt und in korrigierter Stellung neu fixiert – verschiedene Verfahren stehen zur Wahl.

Krallenzehen und Hammerzehen

Während der Hallux valgus die Großzehe betrifft, beschreiben Krallenzehe und Hammerzehe Fehlstellungen der kleinen Zehen – also der zweiten bis fünften Zehe.

Hammerzehe
Mittelgelenk abgeknickt
Das Mittelgelenk der Zehe ist dauerhaft nach oben abgeknickt, während Grund- und Endgelenk meist normal oder nur leicht verändert stehen. Die Zehe erinnert in ihrer Form an einen kleinen Hammer.
Krallenzehe
Mittel- & Endgelenk gekrümmt
Mittel- und Endgelenk sind nach unten gekrümmt, das Grundgelenk ist häufig überstreckt. Die Zehenspitze zeigt nach unten und kann sich regelrecht in die Schuhsohle „eingraben".

Ursachen

Beide Fehlstellungen entstehen meist durch ein Ungleichgewicht der Muskeln und Sehnen, die die Zehen normalerweise gerade halten. Begünstigend wirken:

👣
Spreizfuß
🦶
Begleitender Hallux valgus
🧠
Neurologische Erkrankungen
🩹
Rheuma & ungeeignetes Schuhwerk
🔗

Häufig liegen Hallux valgus und Krallen- bzw. Hammerzehen gemeinsam vor, da sich die Fehlstellungen gegenseitig begünstigen: Weicht die Großzehe nach außen, drängt sie die Nachbarzehen zunehmend aus ihrer normalen Position.

Typische Beschwerden

Beschwerden entstehen vor allem durch den erhöhten Druck der gekrümmten Zehengelenke gegen das Schuhwerk. Es bilden sich schmerzhafte Hornschwielen (Hühneraugen) auf den Zehenrücken oder unter dem Vorfußballen, da die Zehen ihre normale Abstützfunktion beim Gehen nicht mehr erfüllen können.

Diagnose

Wie beim Hallux valgus erfolgt die Diagnose durch klinische Untersuchung – Inspektion, Prüfung der Beweglichkeit und Beurteilung, ob die Fehlstellung noch passiv ausgleichbar oder bereits fixiert ist – ergänzt durch eine Röntgenaufnahme im Stehen.

Behandlungsmöglichkeiten

Frühes Stadium
Konservative Maßnahmen
Gleiche Prinzipien wie beim Hallux valgus: weites Schuhwerk, Polster, Einlagen und Fußgymnastik können Beschwerden lindern.
Fortgeschritten
Operative Korrektur
Vom Weichteileingriff an Sehnen und Gelenkkapsel bis zur operativen Versteifung eines Zehengelenks in gerader Stellung – abhängig davon, ob die Fehlstellung noch beweglich oder bereits starr ist.

Die Wahl des passenden Verfahrens richtet sich nach individuellem Befund, Ausmaß der Fehlstellung, Begleiterkrankungen und Ihren persönlichen Erwartungen. Ein ausführliches Gespräch ist dafür unerlässlich.

💬

Zum Schluss

Hallux valgus, Krallenzehen und Hammerzehen sind sehr häufige, in aller Regel gut behandelbare Fußfehlstellungen. Je früher eine Beratung erfolgt, desto mehr Möglichkeiten bestehen, mit einfachen Mitteln gegenzusteuern. Sprechen Sie uns gerne an – wir nehmen uns gerne Zeit für Sie.

Zusammenfassung

Hallux valgus und Zehenfehlstellungen sind häufig miteinander verbunden und folgen ähnlichen Behandlungsprinzipien: Im Frühstadium helfen konservative Maßnahmen, bei fortgeschrittener oder fixierter Fehlstellung führt die operative Korrektur zu einer dauerhaften Verbesserung.

Start  ›  Krankheitsbilder  ›  Impingement & Kalkschulter
Schulter · Konservative Orthopädie · Krankheitsbild

Impingement-Syndrom & Kalkschulter

Schulterschmerzen beim Heben, nachts im Liegen oder bei Alltagsbewegungen – zwei häufige Ursachen, eine sehr wirksame Therapie: die Stoßwellenbehandlung.

Behandlungsraum
💪
Betroffen
Schulter / Rotatorenmanschette
Herzstück der Therapie
Stoßwellentherapie (ESWT)
📊
Erfolgsrate Kalkschulter
Über 80 % dauerhaft

Was ist das Impingement-Syndrom?

Beim Impingement-Syndrom (von englisch „to impinge" = einklemmen) wird die Rotatorenmanschette – das Muskel- und Sehnengeflecht, das die Schulter stabilisiert – beim Heben des Arms im Schultergelenk eingeklemmt. Dieser Engpass entsteht meist durch jahrelange Überlastung, eine ungünstige Körperhaltung oder altersbedingte Veränderungen. Die Folge: Schmerzen, Schwellung und eine zunehmend eingeschränkte Beweglichkeit.

In manchen Fällen entwickelt sich aus einem unbehandelten Impingement im Laufe der Zeit eine Kalkeinlagerung in der Sehne – die sogenannte Tendinitis calcarea.

Typische Beschwerden

🦾
Schmerzhafter BogenSchmerzen beim seitlichen Heben des Arms – oft nur in einem bestimmten Winkelbereich.
🌙
NachtschmerzSchmerzen beim Schlafen auf der betroffenen Seite – häufig schlafstörend.
🏋️
KraftlosigkeitZunehmende Schwäche im Arm bei Alltagsbewegungen.
🎯
DruckgefühlDiffuses Druckgefühl auf der Schulter, auch ohne Bewegung.

Was ist die Kalkschulter (Tendinitis calcarea)?

Bei der Tendinitis calcarea lagern sich Kalksalze in der Sehne ein – am häufigsten in der Supraspinatussehne, die direkt unterhalb des Schulterdachs verläuft. Diese Kalkdepots können den bestehenden Engpass noch verstärken und verursachen teils erhebliche, schlagartig auftretende Schmerzen.

Akuter SchmerzPlötzlich einsetzende, intensive Schmerzen – oft ohne direkte Ursache.
🔗
Zusammenhang mit ImpingementKalkdepots verstärken den Engpass der Rotatorenmanschette zusätzlich.
📍
LokalisationAm häufigsten in der Supraspinatussehne unterhalb des Schulterdachs.
🔄
VerlaufHäufig schubweise – ruhige Phasen wechseln mit akuten Schmerzschüben.

Diagnose

💬
Anamnese & Untersuchung – Im persönlichen Gespräch und durch eine gezielte körperliche Untersuchung.
🔊
Ultraschall – Schnell, ohne Strahlenbelastung. Gibt Auskunft über Kalkdepots, Sehnenveränderungen und Flüssigkeitsansammlungen.
☢️
Röntgen / MRT – Je nach Befund zur ergänzenden Bildgebung.

Behandlung – Stoßwelle als Herzstück

Ziel der Behandlung ist es, Schmerzen zu lindern, Entzündungen zu reduzieren und die Schulter langfristig wieder voll belastbar zu machen.

Erste Schritte
Konservative Maßnahmen
Gezielte Physiotherapie, entzündungshemmende Medikamente und – wenn nötig – eine Kortison-Infiltration zur raschen Schmerzlinderung.
Nur in seltenen Fällen
Arthroskopie
Nur wenn konservative Maßnahmen einschließlich der Stoßwelle keine ausreichende Linderung bringen, ziehen wir eine gelenkspiegelnde Operation in Betracht.
Herzstück unserer Behandlung
Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT)
Hochenergetische Schallwellen werden gezielt auf das betroffene Gewebe gelenkt. Diese Energie regt die Durchblutung an, aktiviert körpereigene Heilungsprozesse und – besonders wichtig bei der Tendinitis calcarea – löst Kalkdepots auf. Vollkommen nicht-invasiv, direkt in unserer Praxis.
3–5
Sitzungen im wöchentlichen Abstand
>80 %
Erfolgsrate bei Kalkschulter
0
Operationen oder Spritzen in die Sehne

Wie läuft die Behandlung ab?

1
Erstgespräch & DiagnostikUltraschall, ggf. Röntgen oder MRT – wir verschaffen uns ein genaues Bild der Situation.
2
Stoßwellenserie3–5 Sitzungen im wöchentlichen Abstand. Direkt nach der ersten Behandlung kann die Schulter kurzzeitig empfindlicher sein – ein Zeichen, dass der Heilungsprozess in Gang kommt.
3
Spürbare BesserungDie meisten Patienten berichten bereits nach 2–3 Sitzungen von einer deutlichen Verbesserung.
4
Dauerhaftes ErgebnisWissenschaftliche Studien belegen Erfolgsraten von über 80 % – dauerhaft.

Je früher wir behandeln, desto besser sind in der Regel die Ergebnisse. Warten Sie bei anhaltenden Schulterschmerzen nicht zu lange ab.

💬

Unser Rat an Sie

Sprechen Sie uns an – wir beraten Sie individuell und finden gemeinsam mit Ihnen den richtigen Weg zurück zu einer schmerzfreien Schulter.

Zusammenfassung

Impingement-Syndrom und Kalkschulter sind eng verwandte Erkrankungen der Schulter, die sich mit der Stoßwellentherapie (ESWT) sehr wirksam behandeln lassen – nicht-invasiv, ohne OP, direkt in unserer Praxis. Erfolgsraten von über 80 % machen die ESWT zur Methode der Wahl bei Kalkschulter.

Start  ›  Krankheitsbilder  ›  Rhizarthrose & Sattelgelenkprothese
Hand- & Gelenkchirurgie · Krankheitsbild

Rhizarthrose &
Sattelgelenkendoprothese

Wenn der Daumen schmerzt – von der konservativen Behandlung mit Hyaluronsäure bis zur modernen Gelenkprothese.

OP-Saal Dr. Müller
👍
Betroffenes Gelenk
Daumensattelgelenk
⏱️
OP-Dauer
ca. 25–40 Minuten
📊
Standzeit Prothese
15–20 Jahre und mehr

Was ist eine Rhizarthrose?

Die Rhizarthrose ist eine Arthrose des Daumensattelgelenks – des Gelenks, das Ihren Daumen mit der Handwurzel verbindet. Es ist das beweglichste Gelenk der Hand und ermöglicht uns, Dinge zu greifen, aufzudrehen oder zu kneifen. Genau diese vielfältige Belastung macht es anfällig für Verschleiß.

Bei der Rhizarthrose baut sich der schützende Knorpel im Sattelgelenk ab. Die Folge: Knochen reibt auf Knochen, das Gelenk entzündet sich, schwillt an, und typische Beschwerden entstehen.

Typische Beschwerden

🤌
GreifschmerzSchmerzen beim Greifen, Drehen oder Kneifen – z. B. Schraubverschlüsse öffnen.
🔑
KraftverlustSchlüssel umdrehen, Schere halten oder Schreiben fallen zunehmend schwer.
🦴
SchwellungTastbare Vorwölbung an der Daumenbasis, oft begleitet von Wärme und Rötung.
🌙
RuheschmerzIn fortgeschrittenen Stadien auch Schmerzen in Ruhe und nachts.

Wer ist betroffen?

Betroffen sind vor allem Frauen nach der Menopause, aber auch Menschen, die viel im Spitzgriff arbeiten (Stricken, Pinzetten, händisches Schreiben) oder Personen mit einer genetischen Veranlagung zu Gelenkerkrankungen.

Diagnose

Die Diagnose wird klinisch gestellt – durch Anamnese, körperliche Untersuchung, Röntgenaufnahmen und ggf. Ultraschall. Im persönlichen Gespräch besprechen wir gemeinsam die für Sie passende Therapie.

Konservative Behandlung – erst ohne Operation

In den frühen und mittleren Stadien der Rhizarthrose stehen nicht-operative Behandlungsmöglichkeiten im Vordergrund. Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, die Funktion zu erhalten und das Fortschreiten des Verschleißes zu verlangsamen.

🩹
Ruhigstellung & Orthesen
Speziell angefertigte Orthesen entlasten das Gelenk bei Belastung, geben Halt und verbessern die muskuläre Stabilität des Gelenks.
💊
Entzündungshemmende Medikamente
Können bei akuten Schüben gezielt eingesetzt werden, um Entzündung und Schmerzen wirksam zu reduzieren.
⚕️
Kortisoninjektionen
Direkt ins Gelenk appliziert, dämpfen sie vorübergehend starke Entzündungsschübe schnell und effektiv.
🏃
Physiotherapie
Kräftigung der umliegenden Muskulatur, um das Gelenk zu entlasten und die Beweglichkeit zu erhalten.
Besonders bewährt
Hyaluronsäure-Injektionen
Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil der Gelenkflüssigkeit und sorgt für deren Gleit- und Puffereigenschaften. Bei Arthrose verringert sich ihre Konzentration deutlich.

Durch die gezielte Injektion in das Daumensattelgelenk wird die Gelenkflüssigkeit „aufgefüllt": Das Gelenk gleitet wieder besser, Entzündungsreize werden gedämpft, und viele Patienten berichten über eine spürbare Schmerzreduktion über mehrere Monate.

Die Behandlung wird in der Regel als Serie von 2–3 Injektionen im wöchentlichen Abstand durchgeführt und kann bei Bedarf wiederholt werden. Nennenswerte Nebenwirkungen sind selten. Hyaluronsäure ersetzt keinen verlorenen Knorpel, kann aber – besonders im frühen bis mittleren Krankheitsstadium – die Lebensqualität spürbar verbessern und den Zeitpunkt einer Operation hinauszögern.

Die Sattelgelenkendoprothese

Wenn Schmerzen und Funktionseinschränkungen trotz aller konservativen Maßnahmen anhalten und die Lebensqualität dauerhaft beeinträchtigen, ist eine operative Lösung sinnvoll. Die Sattelgelenkendoprothese ist eine moderne und funktionserhaltende Alternative zu älteren Operationsverfahren.

Das Prinzip

Das verschlissene Daumensattelgelenk wird durch eine Kunstgelenkprothese ersetzt. Die zerstörten Gelenkflächen werden entfernt und durch spezielle Implantate ersetzt – in der Regel aus Keramik, Metall oder hochfestem Kunststoff. Das Gelenk erhält damit wieder eine glatte, schmerzfreie Gleitfläche.

Ablauf & Nachbehandlung

1
Eingriff in RegionalanästhesieDauer ca. 25–40 Minuten. Kein Vollnarkoserisiko.
2
14 Tage RuhigstellungDie Hand wird nach der Operation für zwei Wochen in einem Verband geschützt.
3
Leichte Alltagsaktivitäten ab Woche 6–8Die meisten Patienten können nach etwa sechs bis acht Wochen die Hand wieder für leichte Tätigkeiten einsetzen.

Vorteile gegenüber älteren Verfahren

Länge des Daumenstrahls bleibt erhalten – im Gegensatz zur Trapezektomie, bei der ein Handwurzelknochen entfernt wird.
Weniger Kraftverlust und deutlich schnellere Rehabilitation als bei älteren Verfahren.
Hohe Patientenzufriedenheit und geringe Komplikationsrate in aktuellen Studien.
Sehr gute Langzeitergebnisse – moderne Implantate sind auf Belastung ausgelegt.
15–20
Jahre und mehr – so lange halten aktuelle Sattelgelenkprothesen in Studien. Eine dauerhafte Lösung für ein schmerzfreies, aktives Leben.

Für wen eignet sich die Prothese?

Die Sattelgelenkendoprothese ist vor allem für aktive Patienten mit fortgeschrittener Rhizarthrose geeignet, die ihre Handfunktion und Alltagsaktivitäten möglichst vollständig wiederherstellen möchten. Entscheidend sind Ausmaß des Gelenkverschleißes, Alter, Begleiterkrankungen und individuelle Ansprüche.

In unserer Praxis führen wir sowohl die Hyaluronsäure-Behandlung als auch die operative Versorgung mit Sattelgelenkendoprothesen durch – und begleiten Sie engmaschig durch die Nachbehandlung.

💬

Unser Angebot für Sie

Wir beraten Sie umfassend und individuell – von der ersten Diagnose bis zur Wahl des richtigen Therapiewegs. Sprechen Sie uns an – gemeinsam finden wir die für Sie passende Lösung.

Zusammenfassung

Rhizarthrose ist gut behandelbar – konservativ mit Hyaluronsäure und Kortison im frühen Stadium, operativ mit der modernen Sattelgelenkendoprothese bei fortgeschrittenem Verschleiß. Mit Standzeiten von 15–20 Jahren ist die Prothese eine dauerhafte Lösung für ein schmerzfreies, aktives Leben.

Start  ›  Krankheitsbilder  ›  Eingewachsener Zehennagel
Fußchirurgie · Krankheitsbild

Eingewachsener Zehennagel

Schmerzen, Rötung, Entzündung am Zeh – ein häufiges Problem mit dauerhafter Lösung durch einen kleinen ambulanten Eingriff.

Behandlungsraum der Praxis Dr. Müller
🦶
Häufig betroffen
Großzehe, seltener Kleinzehen
⚕️
Eingriff
Ambulant, Lokalanästhesie
Ergebnis
Dauerhaft beschwerdefrei

Was ist ein eingewachsener Zehennagel?

Beim eingewachsenen Zehennagel – medizinisch Unguis incarnatus – wächst der Nagelrand seitlich in das umgebende Weichgewebe ein. Besonders häufig ist die Großzehe betroffen. Das Eindringen des Nagels in das Gewebe löst eine Entzündungsreaktion aus: Der Nagelwall rötet sich, schwillt an und schmerzt. Ohne Behandlung kann es zu einer bakteriellen Infektion kommen.

Ursachen

✂️
Falsches SchneidenZu kurz oder abgerundet geschnittene Nägel – die häufigste Ursache.
👟
Zu enges SchuhwerkDrückt den Nagelwall dauerhaft gegen die Nagelkante.
🧬
Genetische VeranlagungAngeborene Nagelform oder konstitutionell starke Nagelwälle.
🤸
Sport & BelastungWiederholter Druck auf die Zehen, z. B. beim Fußball oder Laufen.

Schweregrade

Grad I
Leichte Entzündung
Rötung, leichte Schwellung, Druckschmerz – kein Eiter. Konservative Behandlung oft ausreichend.
Grad II
Infektion
Entzündung mit Eiterung. Meist ist eine kleine Operation angezeigt.
Grad III
Chronisch, Granulom
Chronische Entzündung mit wucherndem Granulationsgewebe. Operation notwendig.
⚠ Wichtig bei Diabetes

Patienten mit Diabetes mellitus oder arteriellen Durchblutungsstörungen sollten bei den ersten Anzeichen eines eingewachsenen Zehennagels frühzeitig einen Arzt aufsuchen. Aufgrund der eingeschränkten Wundheilung und Infektionsabwehr kann eine zunächst harmlose Entzündung schnell zu ernsteren Komplikationen führen.

Konservative Behandlung (Grad I)

Im Frühstadium kann versucht werden, den Nagel konservativ zu behandeln:

  • Warme Fußbäder zur Erweichung des Gewebes
  • Hochheben des eingewachsenen Nagelrandes mit einem kleinen Wattebausch
  • Nagelkorrekturspange zur schonenden Begradigung des Nagels
  • Lokale entzündungshemmende Behandlung

Bei ausgeprägten Befunden, rezidivierendem Einwachsen oder ab Grad II ist eine operative Behandlung die zuverlässigere Lösung.

Operative Behandlung

Der Eingriff erfolgt ambulant in Lokalanästhesie und ist in der Regel unkompliziert. Je nach Befund kommen verschiedene Techniken zum Einsatz:

1
Emmert-Plastik (Standardverfahren)Der eingewachsene Nagelrand wird zusammen mit einem schmalen Streifen der darunterliegenden Nagelmatrix entfernt. Dieser Teil des Nagels wächst dauerhaft nicht mehr nach – das Einwachsen wird zuverlässig behoben.
2
Phenolisation (chemische Matrixverödung)Alternativ kann die Nagelmatrix mit Phenol chemisch verödet werden – schonend, ohne Skalpellschnitt, mit sehr guten Langzeitergebnissen.
3
Entfernung von GranulationsgewebeBei Grad III wird wucherndes Gewebe mitentfernt, um eine vollständige Abheilung zu ermöglichen.

Beide Verfahren sind in Lokalanästhesie schmerzfrei durchführbar. Sie sind ambulant und dauern in der Regel nur 15–30 Minuten. Die meisten Patienten können unmittelbar nach dem Eingriff wieder gehen.

Nachsorge

🩹
Verbandswechsel
Regelmäßiger Verbandwechsel in den ersten Tagen – in der Regel bis zur Abheilung der Wunde.
👟
Weites Schuhwerk
Während der Heilungsphase weiches, weites Schuhwerk oder offene Sandalen tragen.
🏃
Sport
Leichte Alltagsaktivitäten sofort, Sport nach ca. 2–4 Wochen je nach Heilungsverlauf.
🔁
Kontrolltermin
Wundkontrolle nach ca. 1 Woche – wir begleiten Sie bis zur vollständigen Abheilung.

Vorbeugung

  • Zehennägel gerade schneiden – nicht abgerundet, nicht zu kurz
  • Ausreichend weites Schuhwerk wählen
  • Bei ersten Anzeichen frühzeitig einen Arzt aufsuchen
  • Regelmäßige Fußpflege, besonders bei Diabetes
💬

Dauerhaft beschwerdefrei

Ein eingewachsener Zehennagel ist ein häufiges, aber gut lösbares Problem. Mit dem richtigen Eingriff – ambulant, schmerzfrei, in wenigen Minuten – sind die meisten Patienten dauerhaft beschwerdefrei. Warten Sie nicht zu lange, besonders wenn sich eine Entzündung entwickelt.

Zusammenfassung

Der eingewachsene Zehennagel ist gut behandelbar. Im Frühstadium genügt oft konservative Therapie. Bei ausgeprägtem oder wiederkehrendem Befund bietet die ambulante Emmert-Plastik oder Phenolisation eine dauerhafte, zuverlässige Lösung – in Lokalanästhesie, ohne stationären Aufenthalt.

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Rechtliches
Impressum

Angaben gemäß § 5 TMG

Dr. med. univ. Alexander Müller
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Bergische Landstraße 60
51375 Leverkusen

Telefon: 02145 3088
E-Mail: info@ortho-unfall-leverkusen.de
Website: www.ortho-unfall-leverkusen.de

Berufsbezeichnung & Zulassung

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie (verliehen in Österreich)
Zusatzbezeichnung: Spezielle Unfallchirurgie
Zugelassener Durchgangsarzt (D-Arzt) der DGUV

Zuständige Ärztekammer: Ärztekammer Nordrhein
Kassenärztliche Vereinigung: KV Nordrhein

Es gelten die berufsrechtlichen Regelungen der Ärztekammer Nordrhein sowie die Berufsordnung für Ärztinnen und Ärzte in Nordrhein.

Umsatzsteuer

Als Erbringer steuerfreier ärztlicher Leistungen gemäß § 4 Nr. 14 UStG ist keine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer erforderlich.

Streitschlichtung

Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit: https://ec.europa.eu/consumers/odr

Unsere E-Mail-Adresse finden Sie oben im Impressum. Wir sind nicht bereit oder verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

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